Ein hölzernes Gartenhaus hat einen großen Vorteil – es wird aus natürlichem Massivholz gefertigt. Gerade dadurch hat es seine charakteristische Maserung, seinen Duft, sein natürliches Aussehen und schafft im Garten eine angenehme Atmosphäre.
Für die Herstellung unserer Gartenhäuser verwenden wir hochwertiges Fichtenholz. Da es sich um ein Naturmaterial handelt, reagiert das Holz auch nach der Verarbeitung natürlich auf Umgebung, Temperatur und Luftfeuchtigkeit.
Deshalb kann es beim Auspacken des Gartenhauses vorkommen, dass eine Wandbohle verzogen oder gebogen ist. Das ist eine natürliche Eigenschaft von Massivholz, und die Konstruktion des Gartenhauses ist so ausgelegt, dass bei der Montage mit dieser Eigenschaft gearbeitet wird.
Holz ist ein Naturmaterial, das ständig arbeitet
Fichtenholz wird vor der Herstellung des Gartenhauses getrocknet und anschließend auf präzise Profile bearbeitet. Doch auch durch die Trocknung hört das Holz nicht auf, ein Naturmaterial zu sein.
Holz enthält von Natur aus eine gewisse Feuchtigkeit und reagiert zugleich auf die Feuchtigkeit der umgebenden Luft. Je nach Umgebung nimmt es sie auf oder gibt sie ab. Damit sind auch natürliche Maßänderungen der Holzelemente verbunden. Diese Eigenschaft gehört zum Charakter von Massivholz.
Bei hölzernen Gartenhäusern werden zudem Wandbohlen verwendet, die eine Länge von mehreren Metern erreichen können, bei manchen Modellen bis zu etwa sechs Meter. Ein solches Element ist somit ein langes Stück Massivholz, das natürlich auf wechselnde klimatische Bedingungen reagiert.

Sommertemperaturen und das verpackte Gartenhaus
Diese Eigenschaft des Holzes kann sich vor allem während der Sommermonate zeigen.
Stellen wir uns ein Gartenhaus vor, das zur Lieferung bereitsteht, während die Außentemperaturen 39 °C erreichen. Das Gartenhaus ist ab Werk professionell verpackt, die einzelnen Teile sind korrekt gelagert und während des Transports geschützt.
Das Holz bleibt jedoch auch innerhalb der Verpackung ein Naturmaterial.
Während der Lagerung, des Transports und schließlich nach dem Auspacken am Aufstellort reagiert es auf die aktuelle Temperatur und Luftfeuchtigkeit. In den Holzelementen können daher natürliche innere Spannungen entstehen, deren Folge ein Verziehen oder Biegen der Bohle sein kann.

Es handelt sich um eine natürliche Eigenschaft von massivem Fichtenholz, mit der das System des Gartenhauses rechnet.
Deshalb haben die Wandbohlen ein Nut-und-Feder-System
Ein sehr wichtiger Bestandteil der Konstruktion unserer Gartenhäuser ist das Nut-und-Feder-System.
Die einzelnen Wandbohlen sind im fertigen Bauwerk keine eigenständigen Elemente. Bei der Montage werden sie nach und nach aufeinandergelegt und miteinander verbunden.
Die Feder der einen Bohle greift in die Nut der anderen. Genau diese Art der Verbindung ermöglicht es, die einzelnen Holzelemente bei der Montage schrittweise auszurichten, und hält sie nach dem Setzen in ihrer gegenseitigen Position.
Mit jeder weiteren Reihe entsteht ein festeres Ganzes. Die einzelnen Bohlen verbinden und stabilisieren sich gegenseitig und bilden eine kompakte Holzwand.
Das natürliche Arbeiten des Holzes wird so zum Bestandteil des Konstruktionsprinzips des gesamten Bauwerks.

Wie wird eine verzogene Bohle montiert?
Bei der Montage wird die Bohle auf die vorherige Reihe gelegt und schrittweise so ausgerichtet, dass die Feder in die Nut greift.
Bei der professionellen Montage werden nach Bedarf geeignete Montagehilfen verwendet – ein Schlagklotz aus Holz, ein Gummihammer, Klemmen oder ein geeigneter Hebel. Bei längeren Elementen kann ein Monteur die Bohle halten oder ausrichten und ein zweiter sie nach und nach in Nut und Feder einsetzen.
Wichtig ist, so vorzugehen, dass Nut und Feder unbeschädigt bleiben.
Nach dem korrekten Einsetzen ist die Bohle kein eigenständiges Stück Holz mehr. Sie ist mit der vorherigen und der folgenden Reihe verbunden und wird Teil der gesamten Wand.
Auch deshalb sind bei der Selbstmontage eines Gartenhauses Geduld und die richtige Vorgehensweise wichtig.
Praktische Hilfsmittel bei der Montage – Spanngurt, Hebel und das richtige Setzen der Bohlen
Bei der Montage eines Gartenhauses aus Massivholz ist es wichtig, die einzelnen Wandbohlen nach und nach korrekt in das Nut-und-Feder-System einzusetzen. Je nach Materialstärke, Länge der einzelnen Elemente und den aktuellen klimatischen Bedingungen können wir uns dabei mit geeigneten Montagehilfen behelfen. Dabei gilt: Bei stärkeren Wandprofilen ist naturgemäß mehr Kraft zum Ausrichten nötig – und genau dort ergeben ein Spanngurt oder ein geeigneter Hebel noch mehr Sinn.
Bei Gartenhäusern mit einer Wandstärke von 28 mm lassen sich die einzelnen Elemente in der Regel mit angemessener Kraft und durch das schrittweise Setzen weiterer Reihen ausrichten. Ein Spanngurt kann die Montage erleichtern, ist jedoch kein zwingend notwendiger Bestandteil der Montage.
Bei massiveren Konstruktionen mit einer Wandstärke von 40, 44 oder 70 mm arbeiten wir bereits mit deutlich robusteren und schwereren Holzelementen. Hier kann der Einsatz eines Spanngurts eine sehr wirksame Montagehilfe sein. Durch das schrittweise und kontrollierte Zusammenziehen der Konstruktion helfen wir den einzelnen Wänden, Eckverbindungen und Bohlen, korrekt zu sitzen, und richten zugleich die Geometrie des gesamten Bauwerks aus.
Auch ein geeigneter Hebel kann helfen
Beim Setzen der einzelnen Wandbohlen kann bei Bedarf auch ein geeigneter Montagehebel oder ein nach dem Hebelprinzip funktionierendes Hilfsmittel verwendet werden. So nutzen wir den mechanischen Vorteil und bringen das Holzelement nach und nach in die Position, in der die Feder korrekt in die Nut der vorherigen Reihe greift.
Wir arbeiten dabei jedoch stets mit Rücksicht auf das Holz selbst. Der Hebel darf nicht so angesetzt werden, dass die Sichtfläche, die Kante, die Feder oder die Nut beschädigt wird. Sinnvoll ist der Einsatz eines hölzernen Schlagklotzes oder einer anderen Schutzunterlage, über die sich die Kraft auf eine größere Fläche verteilt.
Ebenso gehen wir beim Einsatz eines Gummihammers vor – Ziel ist es nicht, mit großer Kraft auf das Holz zu schlagen, sondern den einzelnen Elementen kontrolliert dabei zu helfen, korrekt ineinanderzugreifen.
Im Sommer ist die richtige Montagetechnik noch wichtiger
Einer solchen Situation können wir vor allem an heißen Sommertagen begegnen, wenn die Außentemperaturen etwa zwischen 30 und 40 °C liegen. Massives Fichtenholz reagiert dann intensiver auf die aktuelle Temperatur und die Feuchtigkeitsbedingungen, und die einzelnen langen Wandelemente können arbeiten.
Gerade dann zeigt sich der Vorteil der Gartenhauskonstruktion, die auf dem Nut-und-Feder-System, den Eckverbindungen und der schrittweisen Verzahnung des gesamten Bauwerks beruht.
Wenn wir bei der Montage auf Bohlen stoßen, die ausgerichtet werden müssen, ist es nicht nötig, sie automatisch auszusortieren. Mit der richtigen Vorgehensweise, angemessener Kraft und bei Bedarf mithilfe eines Gummihammers, eines Schlagklotzes, eines geeigneten Hebels oder eines Spanngurts setzen wir sie nach und nach aufeinander.
Mit den zunehmenden Reihen verbinden und stabilisieren sich die einzelnen Elemente gegenseitig. Nach dem Setzen der oberen Teile und der Fertigstellung der Dachkonstruktion arbeitet das Gartenhaus bereits als ein einziges, miteinander verzahntes und stabiles Konstruktionsganzes.
Auch das gehört zur Arbeit mit massivem Fichtenholz und zur richtigen Montage eines hölzernen Gartenhauses.

Mit jeder weiteren Reihe stabilisiert sich das Gartenhaus
Ein Gartenhaus ist stets als gesamte zusammengesetzte Konstruktion zu betrachten, nicht als eine einzelne, auf dem Boden liegende Bohle.
Nach dem Verbinden der einzelnen Reihen durch das Nut-und-Feder-System entstehen komplette Wände. Diese werden anschließend an den Ecken des Bauwerks miteinander verzahnt.
Es folgen die Dachkonstruktion und die Dacheindeckung. Gerade durch das Aufsetzen des Daches wird das gesamte Bauwerk belastet, die einzelnen Verbindungen setzen sich, und das Gartenhaus verfestigt und stabilisiert sich zu einem festen Konstruktionsganzen.
Nut und Feder führen und halten dabei die einzelnen Bohlen in ihrer gegenseitigen Position. Gerade die Verbindung einer großen Zahl massiver Holzelemente verleiht dem fertigen Gartenhaus seine Festigkeit und Stabilität.
Wann sollte man das Gartenhaus streichen?
Bei Gartenhäusern aus Massivholz empfehlen wir, den finalen Anstrich erst nach dem Aufbau des Gartenhauses vorzunehmen. Das hat mehrere praktische und technologische Gründe.
Der erste ist die Einfachheit der Arbeit selbst. Nach dem Zusammenbau streichen Sie die fertigen Wände als zusammenhängende Flächen. Die Arbeit ist übersichtlicher, und der Anstrich der einzelnen Wände lässt sich gleichmäßig auftragen.
Der zweite Grund ist der Umgang mit den einzelnen Bohlen während der Montage. Wenn Sie zum Beispiel die Außenseite des Gartenhauses mit einem farbigen Anstrich versehen und den Innenraum in natürlicher Ausführung belassen oder ihn später mit einer anderen Farbe behandeln möchten, ermöglicht der Anstrich nach der Montage eine einfachere Trennung der einzelnen Flächen. Zugleich vermeiden Sie ein Verschmutzen der sichtbaren Innenflächen beim Tragen, Ablegen und Einsetzen der einzelnen Wandelemente.
Der Anstrich verändert die Feuchtigkeitsbedingungen des Holzes
Der wichtigste Grund ist jedoch erneut die natürliche Eigenschaft von Massivholz selbst – seine Reaktion auf Feuchtigkeit.
Beim Auftragen des Anstrichs auf die einzelnen Wandbohlen noch vor der Montage ändern sich die Feuchtigkeitsbedingungen an der Holzoberfläche. Je nach Art des verwendeten Anstrichsystems und der Auftragsweise kann das Holz mit einer Maßänderung, einem Biegen oder einem Verziehen reagieren.
Eine Bohle, die vor dem Anstrich gerade war, kann so nach dem Auftragen des Anstrichs und während dessen Trocknung zu arbeiten beginnen. Bei einem Element, das bereits auf die Feuchtigkeitsänderung reagiert hat, kann sich die Form weiter verändern.
Auch aus diesem Grund ist es vorteilhafter, zuerst die einzelnen Wandbohlen korrekt in das Nut-und-Feder-System einzusetzen, komplette Wände und das gesamte Gartenhaus zusammenzubauen und erst anschließend den finalen Anstrich vorzunehmen.
Dann sind die einzelnen Bohlen keine losen Einzelelemente mehr. Sie sind durch das Nut-und-Feder-System miteinander verbunden und bilden ein stabiles Ganzes.
Ein Verziehen der Bohle ist nicht automatisch ein Materialfehler
Ein bloßes Verziehen oder Biegen einer einzelnen Wandbohle ist daher nicht automatisch ein Materialfehler.
Entscheidend ist ihre Funktionsfähigkeit in der Konstruktion – vor allem eine unbeschädigte Nut und Feder sowie die Möglichkeit, das Element bei der Montage korrekt einzusetzen.
Massives Fichtenholz ist ein Naturmaterial. Jedes Stück hat seine eigene Maserung, Jahresringe, Äste, Dichte und innere Struktur. Es reagiert auf Temperatur und Feuchtigkeit und arbeitet im Laufe seiner Lebensdauer auf natürliche Weise.
Und gerade diese Eigenschaften verleihen Holzbauten ihren natürlichen Charakter.
Durch die richtige Verbindung der einzelnen Elemente mit dem Nut-und-Feder-System entsteht aus vielen einzelnen Stücken Massivholz ein festes, stabiles und funktionales Gartenhaus, das ein einziges Konstruktionsganzes bildet.
ℹ️ Informationsartikel. Dieser Text hat beratenden und informativen Charakter und erläutert die natürlichen Eigenschaften von Massivholz. Unser Hauptvertriebskanal ist unser Online-Shop – das gesamte Angebot an Gartenhäusern aus Fichtenholz, aktuelle Preise und Verfügbarkeit finden Sie in unserer Kategorie.